Mini-Kreuzfahrt mit der "Color Fantasy" von Kiel nach Oslo und zurück

Reise vom 11.-15. Dezember 2010

Nun, in diesem Winter haben wir ja etwas zu feiern - unseren 30. Hochzeitstag nämlich, und da wollten wir eine ganz besondere Reise unternehmen.

Also sind wir , nachdem wir die Hunde in die Hundepension und die Katzen in die Obhut meiner Tochter gegeben haben, mit dem Wohnmobil bei recht trübem Wetter nach Kiel auf den Stellplatz "Schleusen- und Fördeblick" gefahren.
Dort hatten wir uns schon telefonisch angemeldet und auch die Erlaubnis bekommen, das Wohnmobil während der nächsten Tage "unbemannt" stehen lassen zu dürfen.

Natürlich - in dieser Jahreszeit - bekommen wir einen Platz in der 1. Reihe und geniessen den Abend und den tollen Blick auf die Kanalschleuse und die Kieler Förde.
 


























































Hier ist immer was los, auch mitten in der Nacht!
















Und am nächsten Morgen, so gegen 9 Uhr, sehen wir "unser" Schiff,  die "Color Fantasy", das erste mal bei Laboe!

































Eigentlich ist die "Color Fantasy" ja "nur" eine Fähre, doch zwischen all den vielen anderen Fähren, die wir hier schon gesehen haben, fällt sie doch durch schiere Grösse auf!







"Color Fantasy"








Die Zahlen sind recht beeindruckend:
224m lang
35m breit
Geschwindigkeit 22,1 kn
2667 Passagiere
750 Autos
3320 Lanemeter   ( über 3 km (!)  Autospuren)

Cosmolopitan Gourmet Restaurant
Oceanic à al carte Restaurant
Grand Buffet
Observation Lounge  ( im 15. Stcok)
Fantasy Show Louge  ( Theater)
Casino
Aqualand  ( über 2 Decks)
Spa
Konferenzräume ................................





































Klingt alles sehr eindrucksvoll!
Aber die Wirklichkeit, wenn man dann an Bord kommt, ist noch viel eindrucksvoller!

Wir haben uns am Sonntag mittag ein Taxi kommen lassen, das uns zum Norwegenkai und zur "Color Fantasy" brachte.
Als VIP-Passagiere  darf man in einer angenehmen Lounge auf´s Einschiffen warten, und sehr früh und vor den anderen Passagieren das Schiff betreten.
Wir sind natürlich erst mal in unsere Kabine - pardon, "Suite" gegangen.










Das Ticket, das uns eine freundliche Dame an der Rezeption an Land gegeben hatte, gilt  gleichzeitig auch als Bordkarte und Schlüsselkarte für die Gangtür sowie die Zimmertür.



























Die "Kammer", wie´s bei den Seeleuten heisst, ist wirklich sehr komfortabel!























































.....und natürlich finden wir Handtücher, Seife, Shampoo, Badelatschen, Bademäntel...........
wie in einem guten Hotel!


















Erst mal packen wir unsere Köfferchen aus, und dann geniessen wir den Ausblick aus unserem Erkerfenster, auf dessen breiter Fensterbank man dank eines dicken Kissens gut und bequem sitzen kann.
Bald schon verlässt die "Color Fantasy" den Hafen und gleitet - anders kann man es nicht nennen - durch die Kieler Bucht Richtung Ostsee.










....vorbei an den Kanalschleusen des Nord-Ostseekanals, wo wir unser Womo als kleinen hellen Punkt erkennen können - mit viel Fantasie natürlich!























......und vorbei am Marinedenkmal in Laboe.
























In Anbetracht des Wetters rechne ich mit etwas mehr Schiffsbewegung ausserhalb der schützenden Kieler Bucht, was Gesine jedoch bezweifelt, nachdem sie beim Inspizieren der Schränke die völlig frei stehenden Sekt- und Weingläser entdeckt hat!















So, nun aber auf zur  ersten "Schiffsbesichtigung".
Und da wir beide ja nicht faul sind, nehmen wir nicht einen der zahlreichen Aufzüge, sondern gehen zu Fuss vom 10. Deck hinunter  zum 7. Deck, auf dem sich die "Fantasy Promenade" befindet.

Vom 8. Deck aus bekommen wir den ersten "Überblick" auf diese "Promenade"






























































Restaurants, Geschäfte, Bars, Strassencafés, "Rezeption", 24-Std-Kiosk, Bank .............. wirklich wie eine  Promenade zwischen 3 Stockwerke hohen Häusern, deren Erkerfenster nett beleuchtet sind!










Das letzte Stockwerk fahren wir nun denn doch mit einem der gläsernen Aufzüge..........































Und dann bummeln wir über die Promenade, wo auch immer mal wieder musikalische  "Abwechselung" geboten wird.




































Diese hübsche Dame sang eine sehr überzeugende Variante des bekannten Songs "Santa Baby" - sehr passend in Anbetracht der in den Geschäften ausgestellten Luxusgüter!






















Santa baby, just slip a sable under the tree, for me
Been an awful good girl
Santa baby,so hurry down the chimney tonight
Santa baby, a fifty-four convertible too, light blue
I'll wait up for you dear
Santa baby, so hurry down the chimney tonight
Think of all the fun I've missed
Think of all the fellas that I haven't kissed
Next year I could be just as good
If you'd check out my Christmas list
Boo doo bee doo
Santa baby, I wanna yacht and really that's
Not a lot
Been an angel all year
Santa baby, so hurry down the chimney tonight
Santa honey,one little thing I really need, the deed
To a platinum mine
Santa baby, so hurry down the chimney tonight
Santa cutie,and fill my stocking with a duplex, and checks
Sign your 'X' on the line
Santa cutie, and hurry down the chimney tonight
Come and trim my Christmas tree
With some decorations bought at Tiffany's
I really do believe in you
Let's see if you believe in me
Boo doo bee doo
Santa baby, forgot to mention one little thing, a ring
I don't mean on a phone
Santa baby, so hurry down the chimney tonight
















.........nein, der Wuffel, der hier den Bankautomat bewacht, ist nicht "life"!
























.....aber offensichtlich ist nicht jeder so vom "Nachtleben" begeistert wie wir!





















Aber halt mal, wieso eigentlich "Nachtleben"?
Es ist doch heller Tag!

Auf der "Promenade" ist allerdings schon Abend ..... hebt die Stimmung irgendwie!



Wir beide wandern, beladen mit den ersten Einkäufen, wieder in unsere Kammer zurück und beschliessen, erst mal den Sekt aus der Minibar am Fenster zu geniessen, bevor wir  uns zum Abendessen umziehen und weiter durch´s Schiff "stromern".




































Ein Sektchen am späten Nachmittag ist ja ganz nett ...... aber ganz ehrlich : damit lagen wir promillemässig weit hinter einigen Norwegern zurück! Und aufgeholt haben wir das den ganzen Abend nicht mehr!

Allerdings haben wir uns auch nicht sonderlich angestrengt!

Noch vor 18 Uhr wurde eine junge Norwegerin in einer der Suiten auf unserem Gang  von Freunden etwas "energisch" zur Ruhe gebettet - ach herrje,  die hatte "geladen"!
Und sie hatte mit Sicherheit in dieser Nacht mehr "Seegang" als wir! Lach!
Jedenfalls hing bis kurz vor Oslo das "Bitte-nicht-stören-Schild" an ihrer Tür!










Inzwischen haben wir auch Internetzugang, und Gesine macht den Laptop startklar, um mal zu sehen, wo wir denn gerade so sind!
























(unten rechts ist Fehmarn, und querab ist Langeland ..... ungefähr dort, wo vor wenigen Wochen die Fähre "Lisco Gloria" abfackelte!)




















Danach laufen wir noch ein bisschen durch´s Schiff, und bewundern Kronleuchter..............


 























































































.........................und Teppiche!












Auf der Suche nach einem "Raucherzimmer" entdecken wir die Donkey Bar, eine gemütliche irische Bar mit Life-Musik ..... in der geraucht werden darf!


























































So ganz langsam wird´s jetzt ja auch Zeit für´s Abendessen - wir haben ja einen Tisch im "Grand Buffet" auf Deck 6  für 18 Uhr reserviert!

"Fütterung" ist hier schichtweise eingeplant, eine um 18 Uhr, und eine um 20 Uhr, und uns war halt die frühere Stunde lieber!










Noch während wir bei Tisch sitzen und schlemmen, sehen  wir durch´s Fenster eine Brücke ..... die Storebelt-Brücke!






























Direkt neben der Brücke  haben wir im September 2007  mal auf einem Campingplatz gestanden und die Color Fantasy vorbeiziehen sehen!























































Zur "Schlacht am Kalten Buffet" habe ich die Kamera nicht mitgenommen, sie ist dann doch eher hinderlich beim Kampf mit Messer und Gabel!
Das Buffet ist nicht nur kalt, auch warme Speisen werden geboten, und alles ist nicht nur wunderschön dekoriert und angerichtet, sondern auch reichhaltig und hervorragend!
Da ist jeder bezahlte Cent gut angelegtes Geld.







Fragt mich bitte nicht, was wir an diesem Abend alles gegessen haben ........
Lachs, Flusskrebse, Garnelen, Kaviar, Forellentarte, .......
Rentierfleisch, Elchfleisch, Gänse- und Entenfleisch....
Hammel, Bratwurst, Schweinesülze.........
Käse ..... Sorten, die ich noch nicht kannte.......
Obst aller Art und aus aller Welt .......
Kuchen, Törtchen, Puddings .........

Das Büffet ist ganz einfach gigantisch!

Nur gut, dass man sich bei einem solchen Essen auf winzige Portionen  pro Leckerei beschränken kann!
Ausserdem hatten wir uns vorgenommen, nur das zu essen, was wir nicht kennen, oder in dieser Zubereitung nicht kennen!

Das half allerdings auch nichts - wir waren schlicht platzsatt !





Demzufolge   zieht´s uns wieder in die Donkey Bar, für den Verdauungsschnaps und die "Zigarette danach"!
Zu unserer Freude bekommen wir hier unseren "Fernet branca", und nachdem dieser den Mageninhalt etwas "vorsortiert" hat, sind wir wieder  unternehmungslustig "on tour".











Als nächstes ist uns ein wenig nach Theater, Show, Musik ...... also ab in die Fantasy Show Lounge.
























Und wieder kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus!
Ein vollständiges Musical-Theater mit gemütlichen Sitzreihen und einer grossen, sogar versenkbaren Bühne!



























Eine abwechselungsreiche Show!

Und danach - Tanz zu Life-Musik!











































Wir beide sind jetzt erst mal nach gaaaaaaz oben, in die Bar in der Observation Lounge auf dem  15. Deck - weit über der Navigationsbrücke -  gefahren!
Ja, gefahren .......zum Laufen waren wir nun denn doch zu faul!



















































Der Ausblick dort oben ist ganz einfach phantastisch! Soooo viele, Schiffe und Leuchtfeuer und ......um uns herum!
Aber mit meiner kleinen Kamera ...... kann ich da nicht mehr fotografieren!
Aber vielleicht kann man auf diesem Screen shot erkennen, wieviel Schiffsverkehr hier herrscht!
























































Nur die Bar bot noch genug Licht....... aber vielleicht war mein Blick ja nun auch durch einige Cocktails getrübt?















































Jedenfalls  reichte es uns beiden an Erlebnissen  für diesen Tag ...... wir haben uns noch für ein paar Minuten und ein Glas Wein aus der Minibar in den Fenstererker unserer Suite gesetzt - und sind dann todmüde, aber voller  wundervoller Eindrücke in unserem grossen Doppelbett , sanft gewiegt von kaum fühlbaren Wogen   ( der Zimmernachbarin ging´s mit Sicherheit schlechter - lach ) eingeschlafen!




Und hier mal eine Info für die Raucher unter uns ...... ab 13 Uhr darf in einem Raum der Donkey-Bar geraucht werden  - gemütlich kneipeneng und ziemlich verqualmt, aber wenn man ab und an die Notausgangstür öffnet, kommt zumindest solange frische Luft herein, bis die Bedienung was gemerkt hat! Lach!
Bietet aber auch  Rauchern und Nichtrauchern durch die räumliche Nähe die Möglichkeit, den guten Jazz live  gemeinsam zu geniessen!

Ausserdem ist es die "Anmachekneipe" - wer  einen "Bettwärmer" für die Nacht sucht, ist dort wohl am besten  "aufgehoben"!
Wir beide hatten dort jedenfalls  gute Chancen, und wenn wir es drauf angelegt hätten, hätten wir wohl die Qual der Wahl gehabt! Lach!


Am  Morgen darf im Fantasy Show Room geraucht werden - recht gemütlich, gross, gut belüftet ...... und alleine ist man da auch nicht!
Ganz früh am Morgen sitzen dort die Trucker mit ihrem ersten Kaffee - recht schweigsam, aber freundlich.
Später dann wird´s dort recht lebhaft und gesprächig.
Wer also seine erste Zigarette  in freundlicher, wenn auch schweigsamer Runde liebt, ist dort so gegen 7 Uhr gut aufgehoben!

Abends nach 22 Uhr darf auch  im Cosmopolitan Restaurant auf der Steuerbordseite geraucht werden - sehr angenehm, weil gut belüftet und mit Life-Klavier-Musik.
Richtig gut geeignet, wenn der Partner, wie bei mir, Nichtraucher ist, aber man doch  zusammen etwas  unternehmen möchte. Also angenehme Baratmosphäre, gut belüftet, nette Musik ........ durchaus eine Bar, wo Raucher und Nichtraucher zusammen  Musik und feine Drinks geniessen können!







Unser Hochzeitstag, der  13. Dezember, begann mit dem ersten, für unsere Verhältnisse sehr späten Tageslicht.

Inmitten der Schärenlandschaft des Oslofjordes!






































































































































Für mich beginnt der Tag mit der ersten Zigarette , und da ich noch nicht weiss, dass die Donkey Bar so früh am Morgen noch geschlossen ist,  gehe ich natürlich erst mal zielstrebig  die Promenade entlang zur Bar. Erstaunt  stelle ich fest, dass statt der abendlichen Promenadenstimmung nun tatsächlich freundliches Tageslicht herrscht, und Vögel  fröhlich  zwitschern!
Mein Zigarettchen darf ich dann im Show Room geniessen!

Ja, und dann war für uns ein Tisch am  wundervolles Frühstücksbüffet  im Backbordteil der Observation Lounge  auf dem 15. Deck reserviert.

Was für ein Platz, um zu frühstücken ..... da vergisst man ja fast zu essen!
Der Blick über die Fjorde, die liebevolle Bedienung, das Ambiente ....... alles wirklich "allererste Sahne"!

Und bald schon waren wir in Oslo!

An Bord werden Stadtrundfahrten angeboten - 2.3 Stunden lang, die dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt, vom Schloss bis zur Skisprungschanze , vom besten Laden bis zur königlichen Hoheit   auf dem Programm "abklappern".
Alles im 5-Minuten-Takt, denn die Stadt bietet viel, und die Zeit ist viel zu kurz!

Finde ich prinzipiell gut - und würde ich auch annehmen, wenn ich denn länger in dieser Stadt wäre.
Dann könnte man ja später das, was einen wirklich interessiert, noch mal besuchen!

Für die wenigen Stunden, die wir an Land in Oslo sind, möchten wir allerdings lieber mal auf eigene Faust losziehen.
Um einfach in kurzer Zeit mal ein  "Gefühl" für diese Stadt zu bekommen. Klar haben wir mal einen Stadtplan  betrachtet und auch mitgenommen ...... aber  wir mochten halt statt Stadtrundfahrt einfach mal in diese Stadt "hineinschnuppern".

Die berühmten Sehenswürdigkeiten kann man  sich gut mal im Internet angucken ..... aber wie so eine Stadt  sich anfühlt, wie die Stimmung in so einer Fussgängerzone ist, wie die Luft dort riecht,  wie ein Weihnachtsmarkt so ist ....... das kann man nur selbst sehen und erfahren!"

Das mögen ja jetzt viele nicht nachvollziehen können -  für uns war das der  Weg, die 3-4 Stunden in Oslo zu verbringen und  für uns  die Stadt ein wenig kennen zu lernen!

Die Pier, an der die "Color Fantasy" liegt, ist nicht weit von der Innenstadt entfernt, und so nahmen wir gegen 10.30 Uhr  ein Taxi zum Hauptbahnhof.





































Und wandert von dort gemütlich und langsam , von Geschäft zu Geschäft, durch die Strassen und Plätze dieser schönen Stadt!
































Kalt, windstill, sonnig..... einfach ideal!











































































Langsam wanderten wir  wieder runter zum Hafen - zur Promenade, wo wir noch einen wundervollen, wenn auch für uns ungewöhnlichen Weihnachtsmarkt besucht haben.















Ungewöhnlich,  weil das nicht wie bei uns  vor allem offene Buden waren, sondern Zelte, zum Teil aufgebaut wie alte  "Indianerzelte".

Unsere Einkaufstaschen wurden immer schwerer ..... lach!


































































Und weiter  die Uferpromenade der "Aker Brygge" entlang .


















































Die "Aker Brygge" ist ein Gebäudekomplex aus alten Hafenspeichern, Werften  und modernen Gebäuden, in denen sich viele Läden und Geschäfte befinden. An der Aussenseite, zum Wasser  hin auf der breiten Promenade, findet man viele Cafés und Restaurants, die auch bei eisiger Kälte einen Aussensitzplatz im Sonnenschein anbieten - mit  schicken Feuerstellen zum Wärmen, dicken Fellen auf den Sesseln,  und vielen Kerzen auf den Tischen.

Aker Brygge











Von maritimen Ambiente bis hin zu moderner Kunst - hier ist alles zu finden, und ...... hier "steppt der Bär", sprich, hier ist ganz schön was los!














































So ganz langsam bekommen wir "runde Füsse" - wir sind nun ja auch schon über 2 Stunden unterwegs!

Bis zur "Color Fantasy" ist es nicht weit, also gehen  wir durch den Gebäudekomplex der Aker Brygge hindurch und über einen Parkplatz Richtung Schiff.













Parkplatz?  Mit ganz vielen  recht kleinen Autos?




























Ein kostenloser Parkplatz mit ebenso kostenlosen Stromanschlüssen für Elektroautos!























Da wir uns in Hafengebieten natürlich bestens auskennen, suchen wir  den "Hintereingang", um nicht den ganzen weiten Weg am Zaun entlang bis zum offiziellen Eingang  der Pier der "Color Fantasy" laufen zu müssen.
Wir finden ihn - und stehen dann mit dummen Gesichtern auf der Rückseite eines Parkhauses! Es führt kein Weg drumrum ..... aber mitten durch, und über ein paar Umwege und ein paar steile Treppen finden wir dann doch zurück in die offizielle Empfangshalle der Color Line.

Und von dort ist es dank unserer Bordkarte ein leichtes, wieder an Bord und in unsere Kammer zu kommen, wo wir erleichtert die Stiefel von den Füssen streifen und  der Mini-Bar , die wieder liebevoll aufgefüllt worden war, einen weiteren Besuch abstatten!


Dann aber - aus Erfahrung klug geworden -  fahren wir auf Deck 15 in die Observation Lounge -  gaaaaanz oben und bitte direkt an den riesigen Panoramafenstern vorne wollen wir beim Auslaufen sitzen!
Und wir haben Glück ...... ein Tischchen ist noch frei!

Pünktlich um 14 Uhr legt die "Color Fantasy" ab, rangiert rückwärts, wendet, und gleitet an vielen Inseln vorbei den Fjord hinunter Richtung Ostsee.

Die Aussicht, die sich uns nun im Schein der sinkenden Nachmittagssonne, die so weit im Norden  nie sehr hoch kommt, bietet, kann man nicht beschreiben.
Es ist ganz einfach nur wundervoll.








































































Nakkholmen













































































Wir beide sitzen lange dort.
Auf dem einen Bild kann man  Gesines Gesicht als Spiegelbild erkennen -  man sieht, wie fasziniert sie ist von  diesem ständig wechselnden und sich ändernden Ausblick!


Natürlich waren die Plätze dort oben heiss begehrt,  und beim Auslaufen dauerte es nicht lange, bis sich eine ältere deutsche Dame neben Gesine auf das winzige Sofa "quetschte".
Nun, Gesine ist nicht gerade schmal, aber nun wurde ihr Po etwas breiter als normal ...... und da sie sich vorbeugte und mit mir sprach und mir die Sehenswürdigkeiten zeigte, musste die Dame immer mit dem Kopf hin und her wackeln,  um was zu sehen .... hmmmmm, nun, es hatte ihr ja niemand gesagt, sie müsse sich da noch reindrängeln!

Richtig missbilligend , regelrecht verkniffen wurde ihr Blick allerdings, als wir beide wunderschöne Cocktails  vom Kellner serviert bekamen.
Igitt igitt, Cocktails nachmittags um halb drei ..........!


(Wir haben ihr nicht gesagt, dass es alkoholfreie Cocktails waren - lach!)

Wer sich  mit so viel Schönheit vor Augen unbedingt ärgern will.......!

Wie man auf den Bildern sieht, ist die Durchfahrt stellenweise wirklich sehr eng. Ich habe manchmal gedacht: " Ach herrje, das ist ein Schiff und kein Gelenkbus!"

Und ausgerechnet an der engsten Stelle, bei der Insel und Festung Oscarsborg,  liegt auch noch ein deutsches Kriegsschiff in 90m Wassertiefe versenkt!

Der  "Schwere Kreuzer Blücher" wurde hier 1940 durch Torpedobeschuss von Land aus versenkt und riss  fast  seine ganze Besatzung mit in die Tiefe.

Wer die Geschichte nachlesen möchte ..... ist ganz interessant, zeugt sie doch von reichlicher Dummheit und Arroganz auf deutscher Seite:

HIER



Nachdem es dunkel geworden war an diesem Nachmittag, schlenderten wir noch ein wenig durch´s Schiff, bevor es Zeit zum  Abendessen war.  









Diese hübschen "Mitreisenden" habe ich auf Bildern in den Treppenaufgängen entdeckt!





























(Die gespiegelte Cola-Dose habe ich erst  am PC entdeckt!)




































Auch das reichhaltige Weinangebot interessierte uns sehr!












So, nun aber rasch umziehen, denn wir haben ja einen Tisch im

Oceanic Restaurant

bestellt!

Und wenn man in diesem wunderschönen Restaurant am Abend seines 30. Hochzeitstages speist, dann heisst das wohl: sich mal so richtig "in Schale werfen"!




















.....eine  geschwungene Freitreppe führt vom Cosmopolitan Gourmet Restaurant nach unten ins Oceanic Restaurant.













































In den riesigen Fenstern spiegeln sich die  Lichter der Kronleuchter!

































































































Da ganz achtern, was man von weitem für eine Laderampe für Lastwagen und Autos hält...........
das sind die Fenster der zwei grossen Restaurants!



















Jedenfalls haben wir fürstlich gespeist - es war hervorragend!







Nach dem Diner sind wir ein wenig herumgebummelt und haben uns dann  die heutige Show in  der Fantasy Show Lounge angeschaut - eine andere Show als gestern, aber ebenso gut!


































































Unser restliches  norwegisches Geld haben wir dann noch  im Casino  "verdaddelt" und haben dann noch  mit einem netten Drink die Aussicht von der Observation Lounge  aus bei Life Musik genossen.

Und dann war auch dieser schöne Tag zu Ende!

Tja, und am Dienstag morgen  gab es noch mal das Frühstücksbüffet in der VIP-Lounge im 15. Stock ..... die Kieler Förde zog an uns vorbei ..... unser Wohnmobil  war als weisser Fleck zwischen den Bäumen am Nord-Ostseekanal kurz sichtbar ................

Schlange stehen bei der Ausschiffung - hier leider kein VIP-Service mehr -  und schon bringt uns ein Taxi zurück zu unserem rollenden Zuhause!

Mittags sehen wir dann die "Color Fantasy" auslaufen





































............und eigentlich wären wir gerne an Bord!

Wir haben doch den ganzen Wellnes-Bereich mit Aqualand und Massagesalon noch nicht besucht!











Am Dienstag besucht uns dann noch ein lieber Bekannter mit seinem Hund, meinem "Patenhund" Pedro, und am Mittwoch treten wir die Heimreise an.
















Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir quer durch Schleswig-Holstein zur Elbe-Fähre Glückstadt-Wischhafen.

Unterwegs hören wir den Wetterbericht - da ist die Rede von "Schneewalze", "Unwetterwarnung", und "Glatteis" ..........und so entscheiden wir uns, nicht noch für eine Nacht, wie eigentlich geplant, nach Cuxhaven zu fahren, sondern direkt über Stade nach Hause zu fahren!

Wir rufen noch unsere Tochter an, damit sie die Hunde für uns aus der Hundepension holt,  und gegen 17 Uhr sind wir wieder alle zusammen zu Hause.

Es war eine wundervolle Reise!


Eis auf der Elbe!





































































































































































+
Powered by Website Baker